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Sissy Michaela und der zweite (Outing-)Besuch im Nagelstudio!

Michaela schrieb:





Ich muß etwas ausholen: vor meinem allerersten Besuch zum Drehtag im März 2016 sagte mir die Göttin, daß ich mit lackierten Fingernägeln kommen soll. Es kostete mich damals viel Überwindung, aber ich habe es gemacht und lernte dabei dieses „Spiel“ mit der Öffentlichkeit kennen und lieben. So wurde es zur Tradition, daß ich zu jedem Drehtag mit lackierten und einmal sogar mit aufgeklebten Nägeln kam. So fragte ich die Göttin auch diesmal in meiner letzten Camsession vor dem Drehtag, was ich denn zum Drehtag mit den Nägeln machen soll. Die Göttin tippte, ich beobachtete den animierten Stift im Messenger, wartete und hoffte insgeheim... Die Antwort wurde angezeigt, mir stockte das Herz, ich hatte einen Kloß im Hals, mein Wunsch ging in Erfüllung: „...im Nagelstudio machen lassen...“ JAAAA!!!! Ich war überglücklich. Aber, ein zweites Mal zieht natürlich die Ausrede „Wette verloren“ nicht. Da mußte ich mir wohl etwas anderes einfallen lassen. Im folgenden Gespräch zwischen der Göttin und mir entwickelte sich dann die neue Aufgabe: wenn ich ins Nagelstudio gehen möchte, dann muß ich der Nageldesignerin auch die (volle) Wahrheit sagen. Direkt nach der Camsession habe ich den Termin vereinbart („wenn ich möchte“ war sehr schnell sehr eindeutig klar): „...schon wieder Wette verloren?“ „Hm, nee, erzähle ich Dir dann beim Termin...“ Es war noch ca. eine Woche bis zum Termin. Immer wieder dachte ich daran, wie ich der Nageldesignerin die Wahrheit erzähle. Vom ersten Besuch her, war ich mir sehr sicher, daß sie es gut aufnehmen würde. Und während die Zeit verging und ich an mein näher rückendes Outing dachte, merkte ich, wie ich mich auf das Outing freute. Ich wollte das. Ich wollte keine Ausrede mehr, ich wollte ihr erzählen, daß ich Sub der wundervollsten Herrin überhaupt bin. So kam ich dann zum Termin (vorher noch das Halsband unter demselben Pulli wie beim letzten Mal angelegt) und gab ihr zunächst vollkommen freie Hand bei der Gestaltung meiner Nägel. Dürfen gerne 1 bis 2 mm länger als beim letzten Mal sein und sie darf sie designen, wie auch immer sie mag, und wenn sie möchte, dann auch gerne etwas „bitchy“ :-) Während sie sich an die Arbeit machte, fragte sie beiläufig „War schon beim letzten Mal keine verlorene Wette?“ „Nein...“ „Dachte ich mir schon.“ :-) Irgendwie hatte sie also schon bei meinem ersten Besuch leichte Zweifel an der verlorenen Wette. Ohne die genaue Bedeutung meines Rings zu kennen, nahm sie ihn als Indiz, daß etwas anderes dahintersteckt. Allerdings wollte sie mich nicht in Verlegenheit bringen, sondern dachte sich, wenn ich erzählen wollen würde, würde ich auch erzählen. Dann fing ich ganz direkt an: „Ich bin devot und habe eine Herrin. Sie lebt in Hamburg. Das letzte Mal war eine Mutprobe und es hat mir gefallen. Nächste Woche fahre ich zu ihr nach Hamburg. Sie hat mir erlaubt, wenn ich mag, darf ich mir wieder bei Dir die Nägel machen lassen. Dann muß ich Dir aber auch die Wahrheit sagen.“ So! Es war raus. Und die folgenden zwei Stunden waren – wow! Wir unterhielten uns angeregt. Sie hat zwar keinen Bezug zu BDSM (ist allerdings offenbar in der örtlichen LGBT-Szene gut vernetzt), fragte aber doch auch immer wieder interessiert nach. Ich erzählte ihr, wie ich dazu kam, wie ich es gemerkt hatte, daß ich bei meiner Göttin meine weibliche Rolle auslebe („...die Nägel sind nur der Anfang...“), ohne allerdings zu sehr ins Detail zu gehen. Erzählte vom CSD, vom ***na-Besuch im Sommer und wie ich es genieße, daß diese Seite in mir so nach und nach von meiner Göttin herausgekitzelt wird. Es tat so gut, mit jemand Außenstehendes darüber zu sprechen.

Ich weiß nicht, ob die Göttin schon anhand des ersten Berichts gespürt hat, daß ich dieses Outing wollte. Aber ich bin unendlich dankbar, daß Sie mich dahin geführt haben meine Göttin. Ich wollte es wirklich von mir aus und bin glücklich und dankbar, daß es raus ist. Ich möchte allerdings auch nochmal darauf hinweisen, daß ich schon beim ersten Besuch gemerkt hatte, daß ich einen Glücksgriff bei der Wahl meiner Nageldesignerin getan hatte. Und nur wegen dieses guten Gefühls vom ersten Besuch, bin ich auch optimistisch in dieses Outing gegangen. Und ich weiß, die Göttin hätte es nicht von mir gewünscht, wenn sie selbst nicht geglaubt hätte, daß ich es schaffe und es mir gut tut. Die Tage bis zur Abreise zum Drehtag verliefen unspektakulär und ich vermied nach Möglichkeit, Bekannten über den Weg zu laufen. Dann kam die Abreise nach Hamburg und mit der Entfernung wurde ich auch wieder offensiver mit meinen Nägeln. Hin und wieder kamen irritierte Blicke so manch unbedarfter Bäckereiverkäufer(innen) oder Fahrkartenkontrolleure etc. Und jedesmal mußte ich bei diesen Blicken grinsen. Kurz vor Hamburg kam dann eine Nachricht der Göttin, daß ich mir für den morgigen Drehtag auch meine Zehnägel passend zu den Fingernägeln lackieren durfte. So bin ich dann nach meiner Ankunft in Hamburg nochmal zum Drogeriemarkt gegangen, da ich noch einen passenden Nagellack brauchte. Ich stand am Regal mit den Nagellacken, reckte meine Finger zum Farbvergleich gegen die ausgestellten Nagellacke und Farbproben, neben mir schauten sich andere Kundinnen Lippenstifte an, und ich hatte dieses verrucht-***e Kribbeln im Bauch, etwas „Verbotenes“ zu tun und mußte innerlich breit grinsen :-) Inzwischen sind die Nägel natürlich wieder weggefeilt. Aber es war eine tolle Woche mit diesen Nägeln. Jedesmal, wenn mein Blick auf die Nägel gefallen ist, mußte ich mit einem Lächeln an die Göttin denken. Vielen Dank meine Göttin, es hat sehr großen Spaß gemacht :-)

7 Kommentare geschrieben am 16.01.2018

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